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Die Presse
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Mahlberg (CDU): "SPD rollt Teppich für Krieger aus!"
Mit Sorge sieht Thomas Mahlberg, CDU-Kreisparteivorsitzender, das Taktieren der SPD zum Thema "Alter Güterbahnhof": "Nachdem die meisten Parteien bereits frühzeitig erklärt haben, dass sie gegen den Möbelriesen auf der Fläche des alten Güterbahnhofs sind und für die Bebauung im Sinne des Fosterplans, erklärt sich nun - Wochen nach Vorliegen der ersten Pläne des Möbel-Giganten - auch der planungspolitische Sprecher der SPD, Frank Börner. Er stellt Verhandlungen mit Herrn Krieger, dem Inhaber der Riesenmöbelmärkte in Aussicht, um das Gelände nicht weiter brachliegen zu lassen. Damit schwenkt die SPD eindeutig von der gültigen Foster-Planung für das Gelände des alten Güterbahnhofs ab und wirft sich dem Berliner Großinvestor in die Arme. In einem langen Planungsweg hatte die Stadt mit Rat und Verwaltung zusammen eine vernünftige und nachhaltige Entwicklung des Geländes durch den Foster-Plan vorgestellt. Die SPD ist nun bereit, diesen Plan, der durch seinen ausgewogenen Mix an Büroflächen, Wohnungen und Grünflächen für alle Duisburger ein Sinnbild für den Wandel in unserer Stadt ist, zu opfern und sich auf einen unbekannten Großinvestor zu verlassen, der alle zwei Wochen neue "Pläne" für das Gelände vorstellt, ohne jedoch konkrete Fakten zu nennen."
In einer diffusen und von Füllworten geprägten Pressemitteilung erklärte der SPD-Planungssprecher Frank Börner, dass die SPD zwar grundsätzlich für die Foster-Planung sei, aber der Möbel-Gigant ja schließlich das Gelände besitzt, folglich müsse man sich an den Berliner Großinvestor halten. Damit offenbart die SPD, dass sie sich wirklich mit der Foster-Planung hat identifizieren können und eine Bebauung des Geländes mit einem Riesenmöbelmarkt und angeschlossenen Discounter samt einer Mega-Parkfläche für 900 PKW gerne einer nachhaltigen und der Qualität der Fläche entsprechenden Entwicklung vorzieht. Vielleicht will die SPD auch gerade deswegen einen Großteil der Kompetenzen der zuständigen Innenstadtentwicklungsgesellschaft, die dieses Gelände federführend für die Stadt entwickelt, wieder entziehen, um sich Foster leichter entledigen zu können.
Mahlberg (CDU): "Das wäre natürlich ein starkes Stück, wenn die SPD versucht, eine von den Duisburgern nicht gewollte Entwicklung mit einem Riesenmöbelmarkt mit ihren besten Freunden von den Linken durchzusetzen. Wir bleiben dabei: Das Gelände steht den Duisburger Bürgerinnen und Bürgern seit über 100 Jahren nicht zur Verfügung, daher sollten wir uns jetzt auch die notwendige Zeit für eine nachhaltige Entwicklung nehmen und nicht auf den erst besten Zug aufspringen, der zwar eine schnelle Nutzung verheißt, aber den Potenzialen des Filetgrundstücks bei weitem nicht gerecht wird."
(16.07.2010)
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