EuropaForum mit 200 Gästen im Rheingoldsaal in Duisburg-Wanheimerort – klare Worte zur Lage der inneren Sicherheit in Nordrhein-Westfalen
Mit einer eindringlichen Botschaft zur Zukunft des Rechtsstaates endete am Mittwochabend (14.01.2026) das EuropaForum „Grenzenlos sicher?“ im Rheingoldsaal im Handwerkerhof Wanheimerort. Rund 200 Gäste folgten der Einladung von Dennis Radtke MdEP und dem CDU-Kreisverband Duisburg zur Buchlesung und Diskussion mit Herbert Reul MdL, Minister des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen. Im Mittelpunkt stand Reuls neues Buch „Sicherheit“, dass sich mit den wachsenden Herausforderungen für Staat und Gesellschaft auseinandersetzt.
In seiner Lesung machte Minister Herbert Reul deutlich, dass innere Sicherheit heute untrennbar mit Vertrauen in staatliches Handeln verbunden ist. Angesichts international vernetzter Kriminalität, digitaler Bedrohungen und neuer Formen von Extremismus dürfe Politik Probleme weder beschönigen noch dramatisieren.
„Sicherheit entscheidet über das Vertrauen in unseren Staat. Wenn der Staat hier schwach wirkt, verlieren die Menschen den Glauben an seine Handlungsfähigkeit“, so Reul. Sicherheitspolitik brauche deshalb Konsequenz, Augenmaß und eine enge Zusammenarbeit über Landes- und Staatsgrenzen hinweg.
Reul verwies dabei auf die deutliche Senkung der Tumultlagen in Nordrhein-Westfalen in den letzten Jahren. Zudem benannte er die erfolgreiche Strategie im Kampf gegen die Clankriminalität, die „Politik der tausend Nadelstiche“, wodurch organisierte Kriminalität gestört und der Rechtsstaat durchgesetzt wird.
Dennis Radtke MdEP, Mitglied der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament verwies auf die Notwendigkeit einer engeren Zusammenarbeit der europäischen Sicherheitsbehörden, eines besseren Datenaustauschs sowie eines konsequenten Vorgehens gegen organisierte Kriminalität, Terrorismus und Cybercrime. „Datenschutz darf kein Täterschutz sein. Ein Europa, das schützt, stärkt das Vertrauen in Demokratie und Rechtsstaat“, so der CDU-Europaabgeordnete für das Ruhrgebiet.
Petra Vogt MdL, Kreisvorsitzende der CDU Duisburg, hob die Bedeutung der Sicherheitsdebatte für den Alltag der Menschen hervor:
„Sicherheit beginnt vor Ort – in unseren Städten und Stadtteilen. Aber sie endet nicht an Landes- oder Staatsgrenzen“, erklärte die CDU-Landtagsabgeordnete. Nordrhein-Westfalen zeige, dass ein handlungsfähiger Staat Vertrauen zurückgewinnen könne, wenn Politik klar und konsequent auftrete.
In der anschließenden Diskussionsrunde beteiligten sich zahlreiche Gäste aus Politik, Polizei, Ehrenamt und Zivilgesellschaft. Thematisiert wurden unter anderem das subjektive Sicherheitsgefühl in urbanen Räumen wie etwa im Duisburger Norden, die wachsende Bedeutung digitaler Kriminalität sowie die Rolle Europas bei der Sicherung des Rechtsstaates. Deutlich wurde: Vertrauen entsteht durch sichtbares, verlässliches staatliches Handeln – nicht durch Ankündigungen.
Durch eine Kooperation mit Thalia Duisburg FORUM (Mayersche Buchhandlung) konnten die Gäste das Buch „Sicherheit“ direkt vor Ort auch erwerben. Abgerundet wurde der Abend dadurch, dass Minister Reul im Anschluss an den offiziellen Teil der Lesung auch noch Bücher signierte und für persönliche Gespräche mit den Gästen zur Verfügung stand.

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